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  1. #1
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    Default Zweifelhaftes Glück

    Hi, mein Name ist Anju, meine Freunde nennen mich Angel.
    Mein Alter? Geschätzte 18, wenn man den Einträgen im Personenregister der Cityadmin glauben mag. Ich bin eins der Verlorenen Kinder der Outzone.
    Schon mal davon gehört? Richtig! Die Gegend dessen Besuch deine Eltern dir immer verboten haben.
    Die Schattenseite der Urbanen Evolution, Betonruinen, Abwasserkanäle verrottende Industrieanlagen.
    Das Viertel in dem ihr euren Giftmüll, den Wohlstandsschrott und all die gescheiterten Existenzen entsorgt!
    Weit ab von euren glitzernden Glasfassaden und geleckten Flaniermeilen.
    Ob meine Familie dort lebt? Vergiss dein Weltbild! Hier wartet keine Haushälterin mit dem Essen auf mich,
    kein Vater der Abends im schicken Anzug aus dem Büro kommt, keine freudig strahlende Mutter die darauf wartet,
    dass ich aus einer eurer verschrobenen Schulen komme! Ich lebe in einer anderen Realität!
    Ob ich ganz allein bin? Nein. Da sind noch tausende „Straßenkinder“ wie ihr uns in eurer Überheblichkeit gerne zu nennen pflegt.
    Einige von ihnen begleiten meinen Weg. Mit mir sind wir 5. Du würdest uns wohl am ehesten als Straßengang bezeichnen.
    Für mich ist es meine Familie. Wir leben in der Grauzone außerhalb eures Systems. Wirklich frei sind wir dennoch nicht.
    Unser Gebiet kontrollieren die Nuclear Warriors ein Dragonclan, jedenfalls tun sie es zur Zeit.
    Beständigkeit ist ein Fremdwort in dieser Gegend.

    Reagiere auf die sich täglich ändernde Welt oder geh Unter, du hast hier draußen keine andere Wahrheit.

    Statt Miete zahlt man halt Schutzgeld an die Warriors.
    Dafür haben wir eine ehemalige Büroetage eines 6 stöckigen verlassenen Verwaltungsgebäudes für uns, direkt unter dem Dach.
    Penthouse mit Dachterrasse wenn du verstehst. Vor allem lassen sie uns weitgehend in Ruhe.
    Einmal im Monat kommt so ein schmieriger Bastard und holt 2500 Credits in bar ab. 2500 Credits !!!
    Miete wie er es nennt. Am liebsten würde ich dem Wichser das dämliche Grinsen aus dem Gesicht prügeln.
    Aber was würde es bringen, nichts! Sie würden nur mit mehr Leuten kommen und den Widerstand niedermähen.
    Klar du lachst über die Summe, für uns ist es ne Menge Kies, schließlich leben wir ohne den goldenen Löffel der dir bis zum Anschlag im Arsch steckt!
    Sei es drum, meine Familie besteht aus vier Jungs: Zack, Rio, Gekko, Alex den wir alle nur Ex nennen und mir, Anju alias Angel.
    Die fünfte im Bunde und der weiblichen Gegenpol in der Familie.




    Die letzte Nacht war ziemlich lang, der Einbruch in eines der Lagerhäuser am Rande des Pepperparks brachte absolut nichts ein.
    Der Tipp den man uns gab stellte sich als wertlos heraus. Danach waren wir wie so oft im Neo,
    irgendwie lief diesen Abend alles schief, erst der Sinnlose Einbruch und dann hatte es noch eine der Schlampen der Shou-Gang auf mich abgesehen.
    Ich störte wohl ihren nächtlichen Beutezug durch das überfüllte Neo, vielleicht war es auch die Kippe die ich in ihrem Drink hab fallen lassen,
    als sie sich in mein Gespräch einmischte oder einfach der Umstand, dass Sie es schon lange auf Zack abgesehen hatte und mich für seine Freundin hielt.
    Es kam wie es kommen musste. Ein paar ziemlich unfreundliche Worte wurden gewechselt und meine flache Hand hinterließ einen leuchtend roten Abdruck auf ihrer Wange.
    Sie zog ein Messer und einige Sekunden später küsste das Miststück unsanft den Boden.
    Wenn ich auf der Straße eins gelernt hatte, dann war es zu kämpfen. Mit meiner Schnelligkeit hatte sie nicht gerechnet.
    2 Schläge und sie verlor ihre Waffe, mein Tritt traf sie dann direkt am Kinn, das wars. Jedenfalls für den Moment.
    Die Rache der Shou-Mädels war mir sicher aber mich beherrschten andere Sorgen. Noch 3 Tage hatte uns dieser schmierige Warrior gegeben.
    Wie auch immer wir das Geld auftreiben sollten…
    Auf dem Weg nach draußen kam so ein Typ auf uns zu. Er würde Mädels wie mich suchen, wir wollten in grade zum Teufel schicken,
    als die magischen Worte über seine Lippen kamen. „Bis 3000 Credits pro Abend, schnell verdientes Geld“
    Aber es war an der Zeit sich zu verziehen bevor die Shou`s doch noch anfangen richtig Ärger zu machen.
    Ich gab ihm meine Mailadresse, was sollte es schaden. Schnell verschwanden wir in die verwinkelten Gassen Richtung Outzone.
    Auf dem Weg zu unserem “Penthouse“ war der Kampf noch eine ganze Weile Thema und wir scherzten auf dem Rückweg über den frühzeitigen KO von Mitsumi.
    Als unser Unterschlupf erreicht war hatten wir den Kerl aus dem Neo schon gänzlich vergessen.
    Der alte Fahrstuhl erreichte so eben unsere Etage und Ex schob das als Tür fungierende Rollgitter zur Seite.
    Schon von weitem sah Ich die blinkende Nachricht auf unserem veralteten Terminal.

    Komm morgen Abend um 22:30 Uhr ins Insane, zum Hintereingang. Das Angebot steht. Sei pünktlich und komm allein!
    -Ende der Nachricht-


    Eine Weile diskutierten wir fünf über die Sache aber angesichts des leeren Kühlschrankes und der fälligen “Miete“ war allen klar,
    dass es keine wirkliche Alternative gab. Nach einer eher unruhigen Nacht und einem sich endlos ziehenden Tag machte ich mich fertig
    und brach mit diversen Ratschlägen im Gepäck auf.

  2. #2
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    Den ganzen Tag hatte es bereits geregnet.
    Jetzt zur Dämmerung waren die unzähligen Risse und Löcher der Maroden Straßen zum überlaufen mit sauren Regen gefüllt.
    Gurgelnde Bäche des mit Straßendreck und Chemikalien durchsetzten Wassers suchten sich ihren Weg
    um alle paar Meter Glucksend und gurgelnd in den vergitterten Abwasserschächten der Randsteine zu verschwinden.


    „Es muß ja grade heute regnen und ich kann mir nicht mal ein beschissenes Taxi leisten. Dreckswetter!“.
    Slalom laufend versucht Ich den größer und größer werdenden Pfützen auszuweichen.

    Mit hoch geschlossenem Ledermantel, und hochgeklapptem Kragen, stapfte ich also durch den strömenden Regen.
    Das klacken der Abätze halte, gedämpft vom prasselnden Regen von den Wänden zurück, meine Schwarze Lackstiefel blitzen hin und wieder unter dem Mantel hervor.
    Gut 30 Minuten dauerte der Weg. Eine Ewigkeit bei dem Wetter.
    Endlich kam Ich am INSANE an.
    Es lag direkt in der Hauptvergnügungsmeile des Pepperparks. Direkt gegenüber des riesigen Neofrag-Tempels, welchen wir gestern besuchten.
    Die vergnügungssüchtigen halbstarken und Jugendgangs trafen sich dort, was allerdings eher an den vielen Spielautomaten als am im vergleich
    deutlich teureren Neofrag lag. Jedenfalls war er der dreh und Angelpunkt unserer Geschäfte.
    Mit meinen 18 Jahren gehöre Ich dort allerdings schon zur älteren Generation.
    Aus der Ferne konnte Ich dennoch einige bekannte Gesichter ausmachen aber das Neo war nicht mein Ziel an diesem Abend…




    All die Leuchten und Neonbilder des Straßenzuges wurden vom nassen Asphalt reflektiert.
    Mir kommt diese Straße an solchen Abenden immer wie ein alles verschlingender Strudel vor.
    Jeden Abend werden tausende von diesem alles verschluckenden Wirbel angezogen, nicht wenige verlieren sich ganz in ihm.
    Wenn man lange genug hinsieht, verschwimmt alles zu einem Gewühl aus Farben und sich hindurchwälzenden Gestalten,
    unheimlich und faszinierend zu gleich.

    Schon vom weitem stach einem die Aussenwerbung des Clubs unweigerlich ins Auge.
    Der Wild Verzerrte Neongrün leuchtende Schriftzug war kaum zu übersehen.
    Gut 10 Meter in Breite und Höhe, prunkte ein riesiger Bildschirm über dem Eingang des INSANE.
    Der schrill blinkende Name wechselte sich hierauf immer wieder mit Szenen von Hinrichtungen, Explosionen und Leichenfeldern ab.
    Kein Zweifel, der Laden war der Inclub im Viertel, er bot genau das, wonach die Masse verlangte.
    Massive Unterhaltung mit einer gehörigen Priese Perversion.
    Eigentlich viel zu teuer zu groß und viel viel zu überfüllt.
    Wir waren vielleicht 3 mal in dem Schuppen, schließlich gehören wir nicht zu den versnobten Vergnügungsjunkies aus der Innercity,
    die in nem Pepperparkbesuch schon DAS Abenteuer ihres Lebens sehen und mit Credits nur so um sich werfen können.
    Nein, der Pepperpark ist unsere Welt, unser Viertel. Gut, nicht ganz unser Viertel, Neben den eigentlich herrschenden Tsunami- und Dragonclans
    gibt es noch ein gutes Dutzend Jugendgangs die im Halbschatten regieren. Aber Hey, wir haben unseren Teil vom Kuchen und eins war klar,
    wenn jemand etwas spezielles suchte kam er zu uns. Besorgungen aller Art, so könnte man unser Geschäft nennen.
    Vor allem Implantate waren unser Ding, schließlich hatte Gekko von klein auf den Umgang mit Implantierwerkzeugen,
    dem schleimig blauen Desinfektionsgel und all dem Hightechspielzeug gelernt. Er war ein Meister in seinem Fach, hatte begnadete Hände.
    Wenn jemand aus Elektroschrott Geld zaubern konnte dann ER.
    Sicher, er war dürr und kaum zu gebrauchen wenn es um die kleinste sportlichen Anforderungen ging,
    zudem schien er für Außenstehende eher abwesend zu sein, generell sprach er wenig.
    Aber eines stand fest, es gab nichts was er nicht reparieren konnte und man konnte sich immer auf ihn verlassen…


    Auch heute standen sie in langen Schlangen vor den 2 Fronteingängen des INSANE.

    Vom Neofrag aus Winkte man mir zu. Ich senkte den Kopf, sah noch im Augenwinkel etwas ungläubige Gesichter,
    leider war jetzt keine Zeit für Smalltalk, in 20 Minuten müsste ich schließlich im Club sein.
    Den Kopf gesenkt folgte ich meinem Weg, machte einen Bogen um die wartende Meute und schob mich
    durch ein mit einer lockeren Kette gesicherte Pforte im Maschenzaun zwischen zwei Hauswänden.
    Es stank nach Abfall, wenig verwunderlich, denn mein Weg führte mich an überfüllten Abfalltonnen und allerlei aufgeschichtetem Unrat vorbei.
    Es war wirklich das Sinnbild eines verkommenen Hintereinganges, dreckige Gasse, eine rostige Stahltür, darüber eine altersschwache leicht flackernde Neonröhre.
    Wenigstens musste ich nicht vorn in einer der endlosen Schlange stehen und um Einlass betteln.
    Abermals verstärkte sich der Regen. Ich muss ziemlich verdutzt ausgesehen haben als sich plötzlich die Tür öffnete, dabei wollte ich doch grade anklopfen.
    Erst jetzt bemerkte ich das elektronische Auge neben der Tür.
    Ein Bulliger Typ ganz in schwarz gekleidet stand nun vor mir. Er trug ein Pistolenhalfter mit einer in Chrom blitzenden Waffe,
    ein Headset zierte sein gänzlich kahl rasierten Schädel
    Man war das ein Schrank!

    „Willst du da anwachsen? Komm schon rein“
    „Sie ist da, ja. Verstanden Boss!“
    „Einmal den Gang lang, durch die Tür, durch den Raum dahinter und dann einfach der Musik nach.
    Im Club gehst du ans gegenüberliegende Ende, in den VIP bereich und von da mit dem Fahrstuhl in den dritten Stock.
    Sag einfach Takero erwartet dich.


    Ständig musste ich an die Mail in meinem Postkorb denken.
    „Komm morgen Abend um 22:30 Uhr ins Insane, zum Hintereingang. Das Angebot steht. Sei pünktlich und komm allein!“

    Als er die Tür hinter mir schloss schüttelte ich den Regen von meinem Mantel und folgte der Anweisung.
    Hier war ich nun, zugegeben etwas nervös, aber die Zeit drängte, schließlich hatten wir nur noch 2 Tage…
    Last edited by Cindy Dawn; 11-10-06 at 16:15.

  3. #3

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    Sehr gut geschrieben hoffe es geht bald weiter.

    Gruss
    Tarom
    "Unsere Jugend liebt den Luxus, hat schlechte Manieren, mißachtet die Autorität und hat keinen Respekt vor dem Alter. Die heutigen Kinder sind Tyrannen. Sie widersprechen den Eltern, schlürfen beim Essen und wollen alles besser wissen als ihre Lehrer."
    [COLOR=SandyBrown]Sokrates - ca. 400 Jahre v.Chr[/COLOR]

  4. #4
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    Default Kapitel II Das INSANE

    Hinter der Tür befand sich der Vorbereitungsraum fürs Showpersonal.
    Frauen und Männer in knapp gehaltenen Kostümen aus Leder und Nieten,
    blondierte Stachelfrisuren, Irokesen, traditionelle Tätowierungen neben Farbwechselnden Flüssigtattoos.
    Implantierte Stacheln aus Stahl, all das Zeug auf die die Kids abfahren.
    Vor allem aber viel nacktes Fleisch.
    Hier war ich der Exot, soviel war sicher.
    Der ein oder andere schaute daher auch kurz mit rot glimmenden oder schlangenartigen Pupillen zu mir rüber,
    um sich dann wieder dem eigenen bleich geschminkten Gesicht zu widmen.
    Rotes Kunstblut auf weißen Lippen.
    Auch den angrenzende in schwarz gehaltenen Korridor passierte ich alleine,
    nur die lauter werdenden Bässe in meinem Ohr verrieten den Weg durch die Finsternis.
    Schließlich durchbrach ich die Dunkelheit, stieß eine doppelflügelige Tür auf
    und war mitten drin im auf mich einprasselnden Eindrucksfeuerwerk des INSANE!
    Noch in der Tür viel mein Mantel zu Boden.
    Schwarze knielange Lackstiefel, Weiße Netzstrümpfe, ein in Engelsweiß gehaltener Minirock,
    darüber ein gleichfarbiges Oberteil, hauteng und schulterfrei. Ein schwarzes Nietenhalsband und blutrote Lippen,
    dazu meine pechschwarzen in wilden Strähnen vom Kopf stehenden Haare.
    Ja, ich war bereit fürs INSANE ! ! !


    Der ganze Club war in bläuliches UV Licht gehüllt. Brennende Käfige in denen Gogos tanzten schwebten an der von Plasmablitzen überlagerten Decke.
    Flackernde Lichtblitze durchzuckten die riesige Halle, ließen die feiernde Masse immer wieder wie abgehakte Momentaufnahmen erscheinen.
    Die enorme Tanzfläche wurde an den fünf Ecken von gut 2 Meter dicken Säulen begrenzt. In ihnen, im UV-Licht bläulich leuchtende Flüssigkeit.
    Im durchsichtigen blau, leblos schwimmende Körper, grausam entstellt und verstümmelt. Den Wahnsinn auf die toten Gesichter gemeißelt.
    Dazwischen tobten die entfesselten Jünger der Nacht. Auf Wild lodernden virtuellen Flammen tanzte die unbändige Meute und zwischen Ihnen
    entstanden dreidimensionale zuckende Teufel aus Laserlicht.
    Hämmernder Bass, begleitet von verzerrten Gitarren untermalte das Spektakel.
    Dies war die neue Religion und das Insane unsere Kirche!

    Im Vorbeigehen schnappte ich mir einen fast vollen Drink von der Bar,
    die Besitzerin war ohnehin damit Beschäftigte ihrem schleimigen Begleiter
    möglichst kunstvoll die Zunge in den Rachen zu stecken.
    Ich exte den Drink und tauchte ein in die wild tanzende Menge.
    Für diesen Moment vielen die auf meinen Schultern lastenden Sorgen wie aufgesprengte Ketten von mir ab.
    Einige Minuten war ich Teil der fließenden Masse sich bewegender Leiber.
    Mit der nächsten kurzen Musikpause verließ ich, mehr von einer inneren Stimme als von meinem Verstand getireben,
    den brodelnden Kessel, um nur einen Wimpernschlag später an der breiten Treppe am gegenüberliegenden Ende des Clubs erneut inne zu halten.
    Die Stufen zum VIP-Bereich lagen vor mir…

  5. #5
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    hey das is mal fesselnd geschrieben wann gehts weiter
    [COLOR=YellowGreen]Angels-Heart(Mars--Consterin)[/COLOR]
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  6. #6
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    ooc: Leider werde ich die Geschichte hier im Forum nicht mehr beenden können. Sieht jedenfalls danach aus. Alles weitere steht im Community-Forum.
    Ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen.

    LG

    Cindy Dawn

  7. #7
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    Stufe um Stufe ließ ich die feiernde Menge hinter mir, auf dem breiten türlosen Portal zum VIP bereich lag das schwache leuchten eines Energiefeldes.
    Ein leichtes Kribbeln auf der Haut und ich hatte die Barriere durchschritten. Urplötzlich wandelte sich die Geräuschkulisse.
    Ruhige elektronische Musik bestimmte die Atmosphäre.
    Alles etwas gediegener, ruhiger, langweiliger!
    Halbrunde Sitzecken, bespannt mit teuren roten Stoffen, getaucht in warmes gedimmtes Licht.
    Die 2 Sicherheitskräfte schienen bereits informiert zu sein, keiner machte Anstallten mich aufzuhalten.
    Die VIP Lounge war ebenso gut besucht wie der Club selbst, nur die Klientel unterschied sich wie Tag und Nacht.
    Jeder Gast protzte grade zu mit teuren Anzügen und edlem Schmuck. Es stank nach Geld. Ich spürte ihre Blicke…
    Argwöhnisch, feindselige Blicke der feinen Damen als hätte ich Lust ihnen ihre Sabbernd starrenden Typen auszuspannen…
    Richtig, ich gehöre nicht hier her ihr Bastarde, keine goldenen Ketten die meinen Hals zuschnüren, keine protzig schweren Ringe, kein sündhaft teures Designerkleid
    Keine verwelkender von Chirurgen geflickter Körper, ich komme aus der wirklichen Welt Den aufkommenden Hass schluckend bahnte ich mir den Weg, vorbei an den gierigen Blicken unzähliger selbst verliebter Snobs.
    Mit jedem Meter fühlte ich mich unwohler, die Wut wandelte sich mehr und mehr in Unsicherheit. Letztendlich war ich froh, als der Fahrstuhl erreicht war.
    Mit einem erleichternden Surren schloss sich die Tür und es ging aufwärts.

    Oben wurde ich bereits von einem Wachmann erwartet. Ein drahtiger Typ, kurz geschorene schwarze Haare, blasse Haut,
    Mandelaugen ein schlichtes filigranes Schwert auf dem Rücken. Er deutete stumm auf eine breite mit Ornamenten verzierte Holztür.
    Lautlos ging ich über den weichen roten Teppich und drückte umgehend die goldene Türklinke herunter. Vielleicht hätte ich doch lieber klopfen sollen,
    etwas genervt blickte der Clubmanager zu mir hoch. "Komm rein" lautete der knappe Befehl.
    Ich folgte seiner Anweisung. Er widmete sich erneut dem Terminal auf seinem Schreibtisch, ließ Finger über die Tastatur wandern.
    Ich trat ein, schloss bedächtig die Tür und ging auf den Schreibtisch zu.
    „Bleib da stehn!“
    Ich hatte grade die Hälfte der Distanz zurückgelegt als die Worte mein Ohr erreichten.
    Abrupt verharrte ich auf der Stelle. Nun stand ich hier, schaute mich um, ließ meinen Blick über neoasiatische Möbelstücke und gläserne Vitrinen schweifen.
    Kunstvoll in Szene gesetzte sanft beleuchtete asiatische Langschwerter.Zu gern würde ich sie aus der Nähe betrachten ich verwarf den Gedanken.
    Von leisen plätschern gelockt, viel mein Blick auf einen kleinen Tischbrunnen, ein unscheinbares Stück Fels, von dem unaufhörlich Wasser in ein winziges Flussbett stürzte,
    weißer Sand, schwarze scheinbar bemooste Steinchen und ein winziger uralt wirkender Baum erfüllten die Miniatur mit leben.
    Minuten starrte ich dieses Kleinod an, vergas völlig den Zweck meines Besuches und lauschte dem plätschernden Wasser.
    Grausam kalt riss mich die durchdringende Stimme des Clubchefs aus meinem Tagtraum. Er stand vor mir, vielleicht eine Handbreite trennte unsere Nasenspitzen.
    Seine dunklen Augen schienen mich zu durchbohren, als würde er direkt in mein tiefstes inneres blicken. Erschrocken machte ich einen Schritt zurück.
    Mehr um Distanz zu schaffen als aus Höflichkeit hielt ich ihm meine Hand entgegen. "Anju" Ich lächelte.
    Wieso zum Teufel hatte ich ihn nicht bemerkt mich weiter musternd nickte er mir mit einem kurzen Zwinkern zu. Verunsichert zog ich meine Hand zurück.
    Was ein dämlicher Auftritt, ich kann froh sein wenn er mich jetzt nicht gleich vor die Tür setzt.
    Er sah mich von oben bis unten an, umkreiste mich mehrfach,
    dann faste er mir an den Oberschenkel, drückte ihn leicht, ließ los und griff mir an Oberarm und Schulter, ich verkrampfte.
    „Hey, dass läuft nicht, mir ist egal wer sie sind oder was sie bieten, ich lass mich von ihnen nicht begrapschen. Vergiss den Scheiß!

    Ich entriss mich seinem Griff. Er griff nach mir, seine Finger bohrten sich in meine Oberarme, dann versuchte er mich an sich zu ziehen. Eine Kopfnuss war die Antwort.
    Als er etwas zurücktaumelte stand bereits der Asiate in der Tür. Ich drehte mich um, kampfbereit die Hände schützend vor den Körper haltend.
    „Ich will keinen Ärger hört ihr, ich lass mich nur einfach nicht befummeln!“ Kaum ausgesprochen wehrte ich die ersten Tritte des Asiaten ab,
    er tänzelte um mich herum, bestmöglich wich ich seinen Schlägen und Tritten aus, blockte ihn hier und da und kassierte einige leichte Treffer.
    Ich duckte mich unter einem eingesprungenen tritt und traf ihn meinerseits mit einer graden rechten im Gesicht. Etwas Blut zeichnete sich auf seiner Oberlippe ab.
    Er wischte sich mit dem Handrücken über den Mund und sah mich dann mit einem kurzen Lächeln an.
    Ich blickte hinter mich um nicht Opfer des Managers zu werden, dieser stand nur stumm da, die Arme vor der Brust verschränkt und
    machte seinerseits keine Anstallten sich einzumischen.
    Als ich mich umdrehte, spürte ich bereits die Wucht des Treffers auf meinem Brustkorb. Der Tritt holte mich von den Beinen,
    noch bevor ich aufstehen konnte spürte ich die kalte geschwärzte Klinge seines Katanas an meinem Hals.



    (ooc. Vielleicht schaffe ich ja noch den ein oder anderen Teil. Wie immer darf sich beschwert werden, ich nehme aber auch gerne positive Worte an )
    Last edited by Cindy Dawn; 08-01-07 at 15:02.

  8. #8
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    ( ooc:Scheint ja wirklich noch wer da zu sein, der meine Geschichten lesen mag. Freut mich wirklich Ich bin mir leider nicht sicher wie lang mein Acc noch läuft. Würde mir jemand ggf. den Gefallen tun, die restlichen Kapitel hier einzustellen, wenn ich es nicht mehr selbst kann? Würde dann alles per pm abwickeln... Kann noch nicht sagen wann ich fertig werde aber die Story ist in meinem Kopf schon in Bildform vorhanden .
    Wie ihr sicher festgestellt habt ist es wie bei vielen die hier im rp bereich schreiben einfach ein Hobby, sprich es macht mir Spaß Gedanken auf Papier zu bringen. Wenn es sogar noch jemandem gefällt, noch besser. Wir alle freuen uns schließlich über Zuspruch. Klar ist es nicht perfekt, Schreibfehler, fragwürdiger Satzbau.... Ich neige zu Fehlern wenn ich "im Fluss" bin. Anregungen und Kritik nehme ich aber trotzdem gern auf, kann ja nur daraus lernen. Wie gesagt, wenn ich die Zeit finde, währe es toll wenn jemand das Posten übernimmt.)


    LG

    C.D.

  9. #9
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    ( ooc: Aber sicher! Schick einfach rüber, Cindy.

    Gruß )

  10. #10
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    Update:

    1.
    Ich lebe noch

    2.
    Dem Chaos treu bleibend habe ich das Ende der Geschichte fertig...
    nur fehlen noch ein paar Seiten dazwischen die ihren Weg aus
    meinem Kopf in Richtung Tastatur noch finden müssen... (Leider ist hierfür wenig Zeit, Geduld ist also noch nötig. Wollte nur sagen, ich habe es nicht vergessen )

    3.
    Ich kämpfe mit mir und möchte ggf. reaktivieren, werde aber erst einmal den Rest der freien Spielzeit zum testen nutzen.

    Das war es auch schon...
    Danke für euer Interesse



    Liebe Grüße

    The One and Only

  11. #11
    Rainy Day
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    *freu*
    Dann will ich mal hoffen, dass du den Weg zu NC findest.

    Gruß

  12. #12
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    he cindy wäre echt schön wenn du wieder in nc wärst.......und noch was deine story ist mal endgeil....wenn ich das mal so sagen darf aber ich finde sie spitze.
    [COLOR=YellowGreen]Angels-Heart(Mars--Consterin)[/COLOR]
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  13. #13
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    jetzt will ich aber auch wissen wie die geschichte zu ende geht
    Mars: miss nebuliss

    FSK 12: Der Held bekommt das Mädchen
    FSK 16: Der Böse bekommt das Mädchen
    FSK 18: Alle bekommen das Mädchen

  14. #14

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    Quote Originally Posted by Nadja [Mars]
    *freu*
    Dann will ich mal hoffen, dass du den Weg zu NC findest.

    Gruß
    Zu NC ja ... aber nicht nach NC ... :P

    Aber ich glaube diese Frage würde sich für Cindy so oder so nicht stellen ^^
    Squish
    Dragon Doc
    Black Dragon

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  15. #15
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    Quote Originally Posted by Squish
    Zu NC ja ... aber nicht nach NC ... :P

    Aber ich glaube diese Frage würde sich für Cindy so oder so nicht stellen ^^

    Stimmt *g*


    @all

    Danke für die Blumen, geht runter wie Öl Also immer her damit *g*
    Mir gefällt das Ende auch schon sehr gut
    Ich werde jetzt aber noch nichts verraten....
    Nur so viel, Anju wird den Vorfall im Büro überleben

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